Das unbekannte Gut DÜBEN (Mulde), Elternhaus des Wolff Caspar v. Lüttichau (1622-1680)

Ein Brief im Juli 2013:

(…) bei meiner Suche als Forsthistoriker im Internet zum kursächsischen Oberforstmeister Lothar von Bomsdorff (✝ 1735) bin ich auf Ihre „Genealogische Familiengeschichte der Herren und Grafen von Lüttichau“ gestoßen. Ich wurde hierbei aufmerksam auf den Umstand, dass die Familie von Lüttichau im 17. Jh. auch das „Rittergut Düben / Mulde“ besessen hatte. Sie schreiben, dass Sie aus den Archivquellen die Lage dieses Rittergutes nicht lokalisieren konnten. Ich kann Ihnen da helfen. Das Freigut Düben (nicht Rittergut) befand sich in der Stadt Düben (heute Bad Düben, Nordsachsen) und zwar dort, wo sich heute das Gebäude der Sparkasse befindet. Der von Ihnen als unbekannt genannte Balthasar Brodtkorb war von 1629 bis 1659 der Dübener Amtsschösser gewesen. Der von ihm genannte „Wildtmeister“, der das vorher wüst gelegene Freigut ab 1644 gepachtet hatte, war ab 1642 der kurfürstliche Wildmeister Paul Körner (1608-1667), der seinen Dienstsitz in der Wildmeisterei Söllichau hatte, jedoch mit seiner Familie im Freigut wohnte. Ich verweise zu Körner auf meine Veröffentlichung:

BENDIX, Bernd: Ein altes Familienbuch erzählt. Neues Über den Oberförster und Wildmeister Paul Körner (1608-1667). Jahrbuch der Dübener Heide 2008 (Dübener Bibliothek 15), Heide-Druck, Bad Düben 2007, S. 38-44.

Die Lage des Freigutes Düben /Mulde und detaillierte Angaben dazu (mit Lageskizze) finden Sie in der Buchveröffentlichung WILDE, Manfred (1997): Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen. Ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsgeschichte und ihre Inhaber. C. A. Starke Verlag Limburg an der Lahn.

Wolff Caspar war der Stammvater der skandinavischen und gräflichen Lüttichaus.. !

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