Alfred Alfons von Bojanowski (1823-1848)

A. A. von Bojanowskis Eltern waren der preußische Generalmajor Gustav Alfred Kasimir Xaver v. Bojanowski (nicht -y) (1787-1856) und Rosalie, geborene von Knobelsdorff, Schwester der Ida von Lüttichau.

Alfred Alfons studierte in Heidelberg Jura und beteiligte sich während der Märzrevolution von 1848 an den Barrikadenkämpfen in Berlin. An der Barrikade Taubenstraße Ecke Friedrichstraße (Rosenthaler Tor) wurde Bojanowski schwer verwundet. Sein Vater holte ihn auf das Gut der Familie in Hinterpommern, wo er am 6. April an den Folgen seiner Verletzung starb. Aus diesem Grund ist sein Grab nicht auf dem Friedhof der Märzgefallenen (Friedrichshain).

Eine Gedenktafel (Gestaltung Manfred Butzmann) wurde von der PDS Berlin-Mitte finanziert und am 14. März 1998 enthüllt – in 2,50m Höhe über der Tür einer Eckkneipe (Friedrichstraße 114). Ihr Text lautet:

Für demokratische Tradition und revolutionären Geist
1848 Märzrevolution 1998

Am 18. und 19. März
schützte am Eingang der Oranienburger Straße
eine Barrikade gegenüber der ehemaligen Garde-Kaserne
vor Angriffen und Artilleriefeuer.
Hier fiel der Student von Bojanowsky.

Es kommt dazu trotz alledem,
dass rings der Mensch die Menschenhand
dem Menschen reicht trotz alledem!
Ferdinand Freiligrath (1843), nach Robert Burns (1795)

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