Volkmar Sigusch: Die Mystifikation des Sexuellen

Pseudoaktiv, weil geregelt und isoliert, ist das Sexuelle zu seiner eigenen Imitation geworden.
Es scheint, als seien die Menschen sexuell aktiv, doch sie vermeiden alles, was daran erinnert: Spontaneität und Regellosigkeit, Hingabe und Ekstase, Risiko und Subjektivität.
Wird der Inhalt des sexuellen Tuns ersetzt durch sein bloßes Zustandekommen, geht es nicht mehr darum, was gemacht wird, sondern einzig darum: daß es erfolge.
Dadurch erstarrt das Sexuelle zur Sache und wird mystifiziert.
(1984)

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